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INEOS

Digitalisierung von Schiffspapieren bei der Rohstoffversorgung

Detailed description of challenge

  • Gesamtprozess: Versorgung der INEOS mit Rohstoffen per Verkehrsträger Binnenschiff, Ziel ist die vollständige Digitalisierung des begleitenden Informationsprozesses (Austausch von Dokumenten, gegenseitige Informationen, Statusberichte) unter Einhaltung von Datenschutz und gesetzlichen/formalen Vorgaben (z.B. Verwendung eventueller amtlicher Formulare)
  • Teile des Prozesses sind:
    – Ankunft des Schiffes an der Tankerbrücke der INEOS Manufacturing Deutschland in Köln / Dormagen
    – wichtige Ereignisse sind Notice of Readiness (NOR)
    – Schiffspapiere werden zwischen Schiff und Tankerbrücken-Besatzung/Personal heute händisch übergeben
    – Inhalte der Schiffspapiere/ wichtigen Informationen: Löschbericht, Messprotokoll, Entladebescheinigung, Konnossement, Lieferschein, Bill of Loading (B/L), Zolldokumente, Schiffsaufmaß, Analyse, Zertifikat, Letter of Protest (LoP), Meldeformular allgemeine Hafenverordnung (AHVO) Messprotokoll, Analyse, Dangerous Goods Declaration (DGD) , Aufmaß, Accord européen relatif au transport international des marchandises dangereuses par voie de navigation intérieure (ADN) Checkliste, Bericht Kontrolleur

  • Dokumente liegen in SAP (teilweise) vor und werden vom Tankerbrückenpersonal ausgedruckt und übergeben
  • Die Unterschrift ist derzeit das größte Problem: Die zu unterschreibenden Dokumente werden derzeit ausgedruckt, unterschrieben, wieder eingescannt und per E-Mail als PDF im Anhang versendet (kein digitaler Datenaustausch).
  • Aktuell wird ca. 30 Min. Laufzeit benötigt, um zur Tankerbrücke VI zu gelangen, um dort die Dokumente zu übergeben.
  • Vermeintlich rechtssichere Archivierung der Schiffspapiere in PAPIERFORM, d.h. der Anhang der eMail wird ausgedruckt und in Ordnern archiviert.
  • Die Herausforderung ist die Implementierung einer rechtskonformen, digitalen Übergabe der Schiffsdokumente zwischen INEOS und dem Schiffsführer (bei individuellen Schiffen und individueller Infrastruktur auf dem Schiff) und dadurch Vermeidung der Nutzung physischer Dokumente.
  • Eine rechtskonforme digitale Archivierung ist ebenfalls erforderlich
    Es gibt bereits Schiffsterminals, bei denen digitale Lösungen eingesetzt werden. Diese werden jedoch derzeit nicht im Umfeld von INEOS genutzt.

First initiatives within company

  • Ein digitaler Austausch von einigen Daten (bei Schiffen) über eine Schnittstelle findet derzeit statt: Ladegewicht, Volumen, Zeitstempel Laden etc. (von Hafen und Güterverkehr Köln (HGK) Import)

  • Die Papiere zwischen der Tankerbrücke und dem Schiffsführer werden heute per E-Mail/ PDF gesendet. Dies ist bereits ein neuerer Prozess, der organisatorisch zwischen Brücke und der Abteilung Logistik (Kontrollfunktion) besprochen ist. Teile der verschiedenen Schichten wenden bereits diesen neuen Prozess an.
  • Bisher keine weiteren Aktivitäten

Need for support

  • Definition eines durchgängigen Supply Chain Management-Prozesses (Anfang bis Ende) mit Aufnahme aller Dokumente, die in digitaler Form abgebildet werden sollen.
  • Screening existierender IT-Lösungen „Fancy Blockchain in der Binnenschiffahrt“ bei INEOS
  • Recherche zu existierenden Markt-Lösungen/-Anwendungen bzgl. digitalen Transportpapieren (andere individuelle Lösungen oder Standard-Lösungen) durchführen und passende Lösung auswählen. Lösungsansätze finden sich bspw. bei OTG (Oil Tanking Ghent), Vopak; portofrotterdam.com; uab-online.com
  • Erste technische Umsetzung eines Piloten / Prototypen/ MVP
  • Voraussetzung: Schnittstelle zu SAP
  • Als Kommunikationskanäle stünden derzeit noch sFTP und o365 (eMail) zur Verfügung.
  • Ziel: digitaler Versand von (auswertbaren) Datensätzen incl. Archivierung. Auswertbare Datensätze sind direkt nutzbare Daten (Zahlen, Zeichenketten, Bool’sche Werte), die ohne ein OCR Programm aus „Bildmaterial“ (z.B. Scans) zur Verfügung stehen (z.B. JSON, XML etc.)

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INEOS
Als Petrochemiestandort ist INEOS in Köln ein wichtiger Rohstofflieferant der chemischen Industrie. Ausgangsstoff ist in erster Linie das in Raffinerien bei der Erdölverarbeitung anfallende Leichtbenzin (Naphtha). Am Standort Köln entstehen daraus Rohstoffe, die der chemischen Industrie als Grundbausteine für die Herstellung von Kunststoffen, Kautschuk und Fasern dienen. Darüber hinaus finden sie Anwendung in Lösungs- und Waschmitteln, Lacken, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln sowie in der Kosmetik und Pharmazie.

https://www.ineoskoeln.de/